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Internationale Experten-Konferenz "Gerechte Generationenverträge" / Das Prinzip "Jung zahlt für Alt" überzeugt nicht mehr

Geschrieben am 06.12.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Die Zustimmung unter den Bundesbürgern zum
Umlageverfahren sinkt angesichts des demographischen Wandels
deutlich. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen bundesweit
repräsentativen Forsa-Umfrage, die am Donnerstag in Berlin auf einer
internationalen Experten-Konferenz zum Thema
Generationengerechtigkeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
(INSM) und des Forschungszentrums für Generationenverträge (FZG)
vorgestellt wurde.

Zwar halten zwei Drittel der Deutschen (66%) das gegenwärtige
Umlageverfahren in den Sozialversicherungen im Grundsatz für gerecht.
Doch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ändert sich die
Meinung der Bundesbürger radikal. Auf die Frage: "Finden Sie das
Prinzip "Jung zahlt für Alt" gerecht, wenn im Jahr 2030 zwei
Erwerbstätige statt wie heute drei Erwerbstätige auf einen Rentner
kommen?" antworten 60 Prozent: "Das Prinzip "Jung zahlt für Alt" ist
dann nicht mehr gerecht." 60 Prozent halten den Generationenvertrag
im Jahr 2030 angesichts des demographischen Wandels für ungerecht.

Die Experten der Konferenz, darunter der ehemalige norwegische
Finanzminister Sigbjörn Johnson und der thüringische
Ministerpräsident Dieter Althaus, sehen ebenfalls Handlungsbedarf und
würdigen die ersten Reformerfolge im Bereich der Gesetzlichen
Rentenversicherung: "Mit der Riester-Rente, dem Nachhaltigkeitsfaktor
und der Rente mit 67 hat die Politik ihre Hausaufgaben gemacht," lobt
Prof. Bernd Raffelhüschen, Direktor des FZG. In den beiden anderen
zentralen Bereichen der sozialen Sicherungssysteme sieht der
Demographie-Experte aber akuten politischen Entscheidungsbedarf: "Bei
der Kranken- und Pflegeversicherung stehen wir vor der Wahl, ob wir
dort denselben Weg wie bei der Rentenversicherung - mehr
Eigenbeteiligung, mehr Eigenvorsorge - einschlagen, oder ob wir in
eine Art staatliche Rationierungsmedizin gehen wollen."

Auch der US-Ökonom Prof. Laurence Kotlikoff, einer der weltweit
führenden Finanzwissenschaftler und Mitbegründer des "Generational
Accounting, betrachtet die "Rente mit 67" auch international als
"unpopuläre aber unverzichtbare Reform": "Entweder die heute
Erwachsenen übernehmen einen größeren Teil der Last, oder wir
betreiben die fiskalische Ausbeutung zukünftiger Generationen."

87 Prozent der Bundesbürger fordern laut Forsa, "alle politischen
Entscheidungen im Gesetzgebungsprozess auf ihre Folgen für zukünftige
Generationen zu überprüfen." 85% der Bundesbürger sind der Ansicht,
dass der Schuldenabbau weiter vorangetrieben werden sollte, um
heutige Lasten nicht auf künftige Generationen zu verschieben. "Die
Deutschen lehnen steigende Lasten für die junge Generation
entschieden ab," sagt INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist eine
überparteiliche Reformbewegung von Bürgern, Unternehmen und Verbänden
für mehr Wettbewerb und Arbeitsplätze in Deutschland. www.insm.de

Originaltext: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/39474
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_39474.rss2

Pressekontakt:
Max A. Höfer, Tel.: (0172) 9243939, E-Mail: hoefer@insm.de
 
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