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Selbständigkeit älterer Diabetes-Patienten erhalten

Geschrieben am 06.12.2007 - [Nächster Artikel]

Bonn (ots) - Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Diabetes
mellitus sind älter als 60 Jahre. Aufgrund des demografischen Wandels
ist damit zu rechnen, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren
weiter zunehmen wird. Oberstes Ziel der medizinischen Versorgung
geriatrischer Patienten mit Diabetes mellitus ist der Erhalt der
Selbständigkeit, damit sie die komplizierte Therapie möglichst lange
eigenverantwortlich durchführen können.

Diabetiker haben im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein deutlich
höheres Risiko für Herzleiden, Schlaganfall, Nierenversagen,
Erblindung, Amputationen - und bei Älteren auch für geistige Demenz
durch die Alzheimer-Krankheit. Letzteres wird begünstigt durch einen
zu hohen Blutzuckerspiegel. Auch bei älteren Menschen mit
Typ-2-Diabetes ist daher eine möglichst normnahe
Blutzuckereinstellung das primäre Therapieziel. Hierzu muss im
Verlauf der Krankheit für eine ausreichende Stoffwechselkontrolle von
einer oralen Therapie auf Insulin umgestellt werden. Dabei ist darauf
zu achten, die Behandlung mit dem Hormon möglichst früh zu beginnen:
Die Patienten sollten die Therapie erlernen, solange sie hierzu noch
eigenständig in der Lage sind.

In den vergangenen Jahren sind viele Hilfen entwickelt worden, um
älteren Menschen die Insulintherapie zu erleichtern. Hierzu zählen
neben einfach bedienbaren Blutzuckermessgeräten spezielle
Insulin-Pens, auf denen die Dosiseinstellung auch mit eingeschränkter
Sehfähigkeit gut lesbar sind und die auch Patienten mit
feinmotorischen Defiziten gut handhaben können. Zudem helfen
spezielle geriatrische Schulungsprogramme, bei kognitiven
Einschränkungen die Grundlagen der Behandlung zu vermitteln. Mit
einer so angemessenen Therapie lässt sich bei motivierten älteren
Typ-2-Diabetikern ein gutes Maß an Lebensqualität erhalten. "Wer die
Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Insulin, Ernährung und Bewegung
kennt und dieses Wissen auch umsetzt, vermeidet gefährliche
Folgeerkrankungen und kann so ein ganz normales Leben führen", rät
Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen
Seniorenliga (DSL). Die Broschüre "Gut leben trotz Diabetes"
informiert über die Krankheit, ihre Folgen und Risikofaktoren.
Gleichzeitig enthält sie Tipps, wie man durch regelmäßige Kontrolle
der Blutzuckerwerte, eine gesunde Lebensweise und die konsequente
Umsetzung der Behandlungsmaßnahmen sein Wohlbefinden aufrecht
erhalten oder sogar steigern kann. Die Broschüre kann kostenlos bei
der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn
oder unter www.dsl-diabetes.de bestellt werden.

Originaltext: DSL e.V. Deutsche Seniorenliga
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32481
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32481.rss2

Pressekontakt:
Joachim Dung
DSL c/o Medcom
René-Schickele-Str. 10
53123 Bonn
Tel.: 0228-308210
E-mail: dung@medcominternational.de
 
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