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In Zukunft nicht alt aussehen - Unternehmen im demografischen Wandel

Geschrieben am 04.12.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Die Lebenserwartung der Deutschen hat sich seit
1871 verdoppelt, bereits im Jahr 2040 wird jeder Zweite im Land über
50 Jahre alt sein. Da der frühzeitige Renteneintritt ab 2009 nicht
mehr durch den Staat gefördert wird und die nachrückenden Jahrgänge
deutlich geburtenschwächer sind, werden die Belegschaften in den
Betrieben künftig im Durchschnitt deutlich älter sein. Schon heute
gibt es in vielen Bereichen einen Fachkräftemangel. Unternehmen, die
auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein wollen, werden sich deshalb
darum kümmern müssen, die Arbeitskraft ihrer Beschäftigten
langfristig zu erhalten und zu fördern. Gesundheitsberater der
Techniker Krankenkasse (TK) unterstützen Firmen dabei, sich auf die
künftigen strukturellen Veränderungen einzustellen und helfen ihnen,
"demografiefest" zu werden.

Gudrun Ahlers, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement
bei der TK: "Viele Arbeitgeber glauben, dass ältere Mitarbeiter - und
dazu zählen oft schon 50-Jährige - weniger leistungsfähig sind als
jüngere Kollegen. Tatsächlich geht es nicht um ein Mehr oder Weniger,
sondern um eine andere Leistungsfähigkeit. Einige Fähigkeiten nehmen
mit dem Alter zu, andere ab. Wer meint, auf ältere Beschäftigte
verzichten zu können, wird buchstäblich alt aussehen, denn künftig
wird es auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend junge, qualifizierte
Bewerber geben, um alle Stellen zu besetzen."

Die TK empfiehlt daher, die individuellen Stärken der
Beschäftigten besser zu nutzen. Eine ausgewogene Mitarbeiterstruktur,
die neben dem Alter auch ein ausgeglichenes Verhältnis in Bezug auf
Geschlecht und Qualifikation berücksichtigt, sei die beste Grundlage
für ein leistungsfähiges Team. "Wichtig ist, die Unterschiede zu
respektieren", so Gudrun Ahlers. "Ein 60-Jähriger gewinnt keine
olympischen Medaillen mehr und ein 20-Jähriger kann allein keinen
Konzern führen, als Tandem-Team in einem Betrieb können beide ihre
Stärken einbringen - zum Nutzen des Unternehmens."

Um die Kräfte der Beschäftigten langfristig zu erhalten, müssen
die Unternehmen ihre Gesundheit erhalten und fördern. Das ist
leichter, als Betriebe oft vermuten, denn Studien zeigen, dass die
50- bis 65-Jährigen heute wesentlich fitter sind als ihre
Altersgenossen vor 30 Jahren. Gefragt sind altersgerechte
Personalstrategien, bei denen es vor allem um Weiterbildung,
Wissenstransfer, Führung und Unternehmenskultur geht. "Das heißt
nicht, Extra-Regelungen für ältere Arbeitnehmer zu schaffen, sondern
Arbeitsplätze gesundheitsgerecht zu gestalten. Das wissen auch
jüngere Mitarbeiter zu schätzen", erklärt Präventionsexpertin Ahlers.
Für viele qualifizierte Fachkräfte ist das Arbeitsumfeld, dazu
gehören zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf sowie Weiterbildungsmöglichkeiten, entscheidend bei
der Wahl des Arbeitsplatzes. "Mit einem gesunden Arbeitsklima tun die
Unternehmen also nicht nur ihren Mitarbeitern einen Gefallen, sondern
verschaffen sich auch einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um
die besten Bewerber", so die TK-Expertin.

Hinweis für die Redaktionen:

Weitere Presse-Informationen rund um das Thema "Fit im Job"
enthält der aktuelle TK-Medienservice, der mit
Illustrationsvorschlägen unter www.presse.tk-online.de
heruntergeladen werden kann.

Originaltext: TK Techniker Krankenkasse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6910
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6910.rss2

Für Rückfragen:
Michaela Speldrich
Tel.: 040 - 6909 - 2223,
Fax: 040 - 6909 - 1353,
E-Mail: michaela.speldrich@tk-online.de
 
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