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WAZ: Mut zur Besonnenheit - Kommentar von Stefan Schulte
Geschrieben am 03.12.2007 - [Nächster Artikel] |
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Essen (ots) - Das neoliberale Jahrzehnt, meinte unlängst der grüne Neoliberale Oswald Metzger, ist vorbei. Seit der Bundestagswahl 2005 bestimmt der Wunsch nach sozialer Sicherheit die Debatten. An keinem anderen Thema lässt sich das besser festmachen als am Mindestlohn. Um das Etikett sozialer Kälte loszuwerden, fordern auch immer mehr Christdemokraten weitere Untergrenzen in einzelnen Branchen. Die SPD wird die Debatte mit der Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn forcieren. Dabei ist gerade in dieser Frage Besonnenheit angebracht. Ist ein Mindestlohn für alle zu hoch, vernichtet er Jobs - gesehen in Frankreich. Es geht auch anders, wie in Großbritannien. Doch was ist zu hoch? Die vom DGB geforderten 7,50 Euro galten lange als utopisch. Heute traut sich niemand mehr, sie zu unterbieten. Doch wird eine Friseurin in Sachsen, die 3,83 verdient, noch Friseurin sein, wenn sie 7,50 erhalten soll? Eine Grenze für alle zu finden, ist schwierig. Umso wichtiger ist es, Lösungen für einzelne Branchen zu finden. Etwa für Friseure in Sachsen.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de
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