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Kritik an deutschen Prüfvorschriften für Auto-Rußfilter

Geschrieben am 27.11.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Die deutschen Vorschriften zur Prüfung von
Rußfiltersystemen bei Autos sind nach Expertenmeinung unzureichend.
"Unbrauchbar und grottenfalsch" sei die deutsche Prüfvorschrift, sagt
der Schweizer Ingenieur Andreas Mayer der ZEIT. Sein Ingenieurbüro
TTM hatte einem Drittel der in Deutschland steuerlich geförderten
Rußfilter zum Nachrüsten für ältere Dieselfahrzeuge bereits im
November 2006 weitgehende Wirkungslosigkeit bescheinigt und sogar
festgestellt, dass einige Systeme zusätzliche Schadstoffe wie
Stickoxide erzeugen.

Das Bundesumweltministerium hatte die Daten bis zum August 2007
mit dem Hinweis unter Verschluss gehalten, dass sie nicht
gerichtsfest seien. Bis heute sind so rund 40 000 steuerlich
geförderte, aber nahezu wirkungslose Filtersysteme in ältere
Dieselautos eingebaut worden. Mayer lehnt dieses Argument der
falschen Prüfvorschrift ab. Ob ein System grundsätzlich funktioniere,
lasse sich leicht feststellen. "Schauen Sie in ein Auspuffrohr. Ist
es metallisch blank, tut der Filter seinen Dienst. Sonst nicht."

Auch für die Techniker bei Volkswagen ist die deutsche
Prüfvorschrift lediglich "eine Basis", bestätigt ein VW-Sprecher. Der
Wolfsburger Autokonzern teste seine Filter nach ähnlichen Standards
wie die Schweizer Firma TTM, und gehe sogar darüber hinaus.

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9377
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9377.rss2

Pressekontakt:
Den kompletten ZEIT-Text der ZEIT Nr. 49 vom 29. November 2007 senden
wir Ihnen gerne ab 21.30 Uhr zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte
an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.:
040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)
 
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