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"Shaping Future Transportation": Daimler startet weltweite Initiative für umweltfreundlichere Nutzfahrzeuge

Geschrieben am 12.11.2007 - [Nächster Artikel]

Stuttgart (ots) -

- Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar -

- Über 3 000 Nutzfahrzeuge von Daimler mit alternativen Antrieben
und Kraftstoffen bereits bei Kunden
- Weltmarktführer bei Nutzfahrzeugen mit Hybridantrieb
- Mercedes-Benz Atego BlueTec Hybrid und Citaro G BlueTec Hybrid
ab 2008 in Kundenprobung
- Zehn Canter Eco Hybrid ab 2008 bei europäischen Kunden im
Flottentest
- 1 500 Freightliner M2 Hybrid in den nächsten drei Jahren
- Kraftstoffe aus Biomasse ab 2008 in Flottenerprobung

Die Daimler AG treibt die drastische Reduzierung von
Kraftstoffverbrauch und der Abgasemissionen bei Nutzfahrzeugen voran.
Zum Start ihrer Initiative "Shaping Future Transportation" stellten
Daimler Trucks und Daimler Buses heute im Stuttgarter Mercedes- Benz
Museum 16 Lkw und Omnibusse mit alternativen Antrieben und
Kraftstoffen vor. Die gezeigten Fahrzeuge der Marken Freightliner,
Mitsubishi Fuso, Mercedes-Benz, Orion und Thomas Built Buses sind
sowohl Weltpremieren als auch bereits im Kundeneinsatz. Eine
Schlüsselrolle nimmt dabei die Hybrid-Technik ein, die je nach
Einsatzart den Dieselverbrauch um bis zu 30% reduzieren kann.

Mit rund 1 500 Orion Hybrid-Bussen, mehr als 100 Freightliner-
Fahrzeugen sowie 200 Lkw und Bussen von Fuso ist Daimler
Weltmarktführer bei Nutzfahrzeugen mit Hybridantrieb. Zusammen mit
den 1 500 erdgasbetriebenen Mercedes-Benz Lkw und Bussen ist die von
Daimler bereits an Kunden ausgelieferte Flotte umweltfreundlicher
Nutzfahrzeuge weltweit führend.

Andreas Renschler, Vorstand der Daimler AG und Leiter Daimler
Trucks, sagte anlässlich der Veranstaltung: "Nutzfahrzeuge sind der
Motor des Wirtschaftswachstums und der Globalisierung. Gerade deshalb
werden wir als Weltmarktführer unseren Kunden zukünftig noch
umweltfreundlichere und wirtschaftlichere Fahrzeuge anbieten."
Renschler weiter: "Die Initiative 'Shaping Future Transportation'
zeigt, dass wir unsere Verantwortung gegenüber Kunden und Umwelt sehr
ernst nehmen. Sie umfasst nicht nur die weltweit vernetzten
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aller Marken von Daimler
Trucks und Daimler Buses auf dem Gebiet von alternativen Antrieben
und Kraftstoffen. 'Shaping Future Transportation' demonstriert auch,
dass umweltfreundliche Nutzfahrzeuge von Daimler schon heute keine
Prototypen mehr sind, sondern reale Fahrzeuge im Kundeneinsatz."

Alternative Antriebe mit dem Schwerpunkt "Hybrid" sollen bei
Daimler jetzt in weiteren Nutzfahrzeugen und Regionen zum Einsatz
kommen: In Nordamerika wird Freightliner in den nächsten drei Jahren
1 500 M2 Hybrid Lkw sowie eine Hybrid-Ausführung des Schulbusses von
Thomas Built Buses bauen. In Japan kommt bereits die zweite
Generation des Mitsubishi Fuso Aero Star Eco Hybrid auf den Markt. In
Europa gehen 2008 die ersten Mercedes-Benz Atego BlueTec Hybrid an
Kunden in Deutschland, Frankreich und Tschechien. Gleichzeitig nehmen
Kunden in Großbritannien insgesamt zehn Mitsubishi Fuso Canter Eco
Hybrid in den Pilotbetrieb. Für den öffentlichen Personenverkehr
zeigt Daimler erstmals einen dreiachsigen Gelenkbus Mercedes-Benz vom
Typ Citaro G BlueTec Hybrid, der 2009 in Serie gehen wird.

Der geringere Kraftstoffverbrauch führt bei Lkw und Bussen mit
Hybrid-Antrieb auch zur Reduktion von Schadstoffen und CO2 im Abgas.
Parallel wird auch die Verwendung alternativer Kraftstoffe
untersucht, um die fossilen Energieträger zu schonen. Bei
Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen räumen die
Nutzfahrzeug-Experten der Daimler AG vor allem den aus Pflanzenölen
hydrierten Kraftstoffen (HVO) sowie zu einem späteren Zeitpunkt BTL
(Biomass to Liquid) große Chancen ein. Gemeinsam mit der
Mineralölgesellschaft OMV sowie zwei Kundenfuhrparks (DHL und
SSB-Stuttgart) beginnt Daimler jetzt die Flottenerprobung von HVO mit
Mercedes-Benz-Lkw und Mercedes- Benz-Omnibussen.

Die Verwendung von Biodiesel (FAME) ist in den Mercedes-Benz-Lkw
seit zehn Jahren Stand der Technik. Die Mercedes-Benz Omnibusse und
Kommunalfahrzeuge mit Erdgasantrieb (CNG) sind fast eben so lange
schon in Serie und Kundenhand.

Dieselmotoren von Daimler sind inzwischen High-Tech-Triebwerke
geworden. Sie werden noch viele Jahre das Rückgrat des
Nutzfahrzeugantriebes sein. Ihr großes Potenzial beweisen sie durch
minimierte Emissionen und immer höhere Energieausbeute. So sind die
Emissionen bei Partikeln und bei Stickoxiden seit 1990
durchschnittlich um weit über 90 % zurückgegangen. Mercedes-Benz-Lkw
und -Omnibusse mit BlueTec-Dieseltechnologie verbinden dabei
ökologischen Fortschritt mit ökonomischen Vorteilen für den
Betreiber. Denn gleichzeitig ist durch die BlueTec-Technologie der
Kraftstoffverbrauch nochmals drastisch reduziert worden - bei
Fernverkehrs-Lkw z.B. um rund 2 000 Liter pro Jahr. Dies entspricht
einer CO2-Entlastung von gut fünf Tonnen pro Jahr. Andreas Renschler:
"Im Vergleich zu anderen Fahrzeugarten und bezogen auf die
Transportleistung ist bei Daimler Nutzfahrzeugen das "Ein-Liter-Auto"
längst Realität."

Die Hybrid-Technik ist ein weiterer Schritt zur Reduzierung des
Kraftstoffverbrauches auf dem Weg zur wirtschaftlichen Realisierung
des Zero Emission- Brennstoffzellen-Antriebes. Bei Hybrid-Fahrzeugen
sind zwei Antriebsarten integriert: Die beim Bremsen freigesetzte
Energie wird in Form von elektrischer Energie zurückgewonnen, in
Batterien gespeichert und wieder für den Antrieb über einen
Elektromotor verwendet. Dank des zusätzlichen Antriebsmotors kann für
die gleichen Fahrleistungen beim Dieselaggregat eine kleinere,
leichtere Variante gewählt werden.

Bei den Lkw hat sich die Daimler AG für den sogenannten
"Parallel"- Hybrid entschieden. Dabei ist der Elektromotor in den
Antriebsstrang integriert und speist seine Leistung in der Regel
parallel zum Dieselmotor ein. Hybrid-Omnibusse von Daimler haben
einsatzbedingt den seriellen Hybridantrieb. Ein direkt an den
Dieselmotor angeflanschter Generator liefert dabei die Energie für
die elektrischen Antriebsmotoren. Bei den Hybrid-Bussen von
Mitsubishi Fuso und Mercedes- Benz sind zudem alle Nebenaggregate
elektrifiziert. Dies ermöglicht streckenweise ausschließlich
elektrisches und somit emissionsfreies Fahren. Das neuartige Konzept
mit Radnabenmotoren des Mercedes- Benz Citaro G BlueTec Hybrid leitet
den Technologiewechsel zum Zero Emission Vehicle ein: Bei der
Entwicklung zukünftiger Generationen muss dann prinzipiell nur der
Dieselmotorgenerator durch Brennstoffzellen ersetzt werden - die
elektrischen Antriebskomponenten sind erprobt.

Ihre Alltagstauglichkeit haben Brennstoffzellen-Fahrzeuge bereits
im weltweit größten Praxistest mit 30 Mercedes-Benz Citaro bewiesen.
Sie legten mit mehr als 125 000 Betriebsstunden insgesamt über zwei
Millionen Kilometer zurück. Für einen Serieneinsatz in Nutzfahrzeugen
müssen die Lebensdauer der Brennstoffzellen deutlich verbessert und
die Kosten drastisch verringert werden. Dies wird noch längerfristig
die Herausforderung für die Entwicklungsingenieure bleiben. Zudem
fehlt heute noch die erforderliche Wasserstoffinfrastruktur.

Da die Anschaffungskosten für Hybridfahrzeuge gegenüber heutigen
Dieselfahrzeugen um ein Drittel höher sind, werden wirtschaftliche
Aspekte über die Akzeptanz alternativer Antriebe bei den Betreibern
entscheiden. Dank der Kraftstoffeinsparung rückt die Hybrid-Technik
der Gesamtwirtschaftlichkeit zwar ein gutes Stück näher, dennoch wird
die Einführung zumindest in den Anfangsjahren einer Incentivierung
bedürfen. Der Erfolg alternativer Antriebstechniken dank öffentlicher
Förderung in USA und Japan bestätigt dies. In Europa steht diese
Entscheidungsgrundlage für die Fuhrparkbetreiber noch aus. Andreas
Renschler: "Umweltschutz funktioniert langfristig nur dann, wenn er
für den Kunden auch einen wirtschaftlichen Vorteil bringt".

Originaltext: Daimler AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/68912
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_68912.rss2

Ansprechpartner:
Raimund Grammer Mobil: +49 (0)160/8634665
Julia Kroeber-Riel Mobil: +49 (0)160/8670400
 
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