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SWR-Landesrundfunkrat berät Haushaltsplanentwurf 2008

Geschrieben am 09.11.2007 - [Nächster Artikel]

Stuttgart (ots) - Stuttgart. Der Landesrundfunkrat
Baden-Württemberg des Südwestrundfunks (SWR) hat in seiner heutigen
Sitzung (Freitag, 9. November 2008) in Stuttgart den
Haushaltsplanentwurf 2008 beraten. Im Mittelpunkt stand dabei der
Etat des Landessenders Baden-Württemberg. SWR-Intendant Peter
Boudgoust und Verwaltungsdirektor Viktor von Oertzen betonten bei der
Sitzung in Stuttgart, dass sich der SWR durch die frühzeitig
eingeleitete Konsolidierung seiner Finanzsituation Freiräume
geschaffen habe, um in der neuen digitalen Medienwelt bestehen zu
können. Boudgoust: "Wir werden unser wichtigstes Ziel, auch in
Zukunft ein gutes, innovatives und qualitativ hochwertiges Programm
auf die Beine zu stellen, konsequent weiter verfolgen." Gleichzeitig
verwies der Intendant darauf, dass die KEF den von der ARD
angemeldeten moderaten Finanzbedarf für die kommenden Gebührenperiode
gekürzt habe. Der Vorschlag der KEF entspricht einer jährlichen
durchschnittlichen Anhebung der ARD-Gebühr von 1,2 Prozent. Im
Ergebnis bedeute dies, so Boudgoust, dass die Steigerungsrate nicht
nur unterhalb der derzeitigen allgemeinen sowie der
rundfunkspezifischen Preissteigerungsrate, sondern auch deutlich
unter der Steigerungsrate des ZDF liege. Die empfohlene
Gebührenanpassung der KEF mache Einschnitte und Prioritätensetzungen
unvermeidlich. Boudgoust: "Hier zeigt sich, wie wichtig es war, dass
der SWR frühzeitig Weichen gestellt und sich zukunftsorientiert
aufgestellt hat." Aber der jahrelange Sparkurs zeige auch negative
Wirkungen. Boudgoust: "Wir sind am Limit angekommen." Dies lasse sich
an der Quote der Erstsendungen ablesen. Bei den Zulieferungen des SWR
zum Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen sei die Quote
der Sendungen, die zum ersten Mal im Programm liefen, von 2000 auf
2006 um sechs Prozentpunkte gesunken. Das zeige, dass sich die Höhe
der Gebühren ganz unmittelbar auf das Programm auswirke.

Verwaltungsdirektor von Oertzen: "Das zu Beginn der
Gebührenperiode beschlossene Sparprogramm blieb kein
Lippenbekenntnis. Vielmehr wurde es ein Teil der
Unternehmensstrategie des SWR, die von allen Direktionen des Hauses
aktiv mitgestaltet wurde." Dabei bedeute Sparen nicht die pauschale
Kürzung der Nettobudgets oder das reine Sparen von Geldmitteln,
sondern der wirtschaftliche Umgang mit dem zur Verfügung stehenden
Budget.

Die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2008 sehen wie
folgt aus: Die Gesamterträge sind für 2008 mit 1,12 Mrd. EUR geplant.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erträge damit um rund 11 Mio.
bzw. um 1 Prozent. Die Aufwendungen für 2008 sind mit 1,11 Mrd. EUR
angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Mehraufwand von rund 39
Mio. EUR bzw. 3,7 Prozent. Bedingt ist diese Steigerung vor allem
durch Sportgroßereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft in
Österreich und der Schweiz und die Olympischen Sommerspiele in China.

Landessenderdirektor Willi Steul erläuterte vor dem Gremium die
Zahlen seiner Direktion für das Jahr 2008. Das Nettobudget für den
Landessender beträgt 37,7 Mio. EUR. Im Vorjahr belief sich das
Nettobudget auf 37,5 Mio. EUR. Vom Nettobudget 2008 werden rund 6,1
Mio. EUR, das sind 16,2 Prozent, für die beiden Hörfunkwellen SWR1
Baden-Württemberg und SWR4 Baden-Württemberg ausgegeben. Für die
Fernsehberichterstattung sind rund 20,9 Mio. EUR, das sind 55,3
Prozent, eingeplant. Rund 8,9 Mio. EUR oder 23,5 Prozent entfallen
auf die Studios und Büros in Baden-Württemberg. Willi Steul: "Die
bereits vor Jahren eingeleitete Haushaltskonsolidierung wird auch
2008 fortgesetzt. Der Etat für das kommende Jahr zeigt erneut, dass
wir den eingeschlagenen Kurs fortführen und Ressourcen von der
Zentrale in Stuttgart in die Produktion vor Ort in die Studios
verlagern. Dies verdeutlicht: Regionalität bleibt das Markenzeichen
des Landessenders Baden-Württemberg."

Horst Bäuerle, Vorsitzender des Landesrundfunkrats
Baden-Württemberg: "Das Schwerpunktthema 'Zukunftsperspektiven des
Landessenders Baden-Württemberg' hat gezeigt: Der Erfolg der
Landesprogramme Baden-Württemberg in der Vergangenheit ist die
richtige Orientierung für die Zukunft. Dieses Thema hat darüber
hinaus verdeutlicht, wie wichtig die Beratung durch den
Landsrundfunkrat Baden-Württemberg ist. So hat der Landesrundfunkrat
Baden-Württemberg in seiner gestrigen Sitzung Weichen für weitere
unverzichtbare Beratungen im neuen Landsrundfunkrat Baden-Württemberg
gestellt. Erfreulich ist, dass es anlässlich dieser Beratungen
gelungen ist, den Stellenwert des Sports in Baden-Württemberg
weiterhin zu erhalten."

Der Landesrundfunkrat Rheinland-Pfalz wird den Haushaltsplan 2008
am Freitag, 16. November 2007, in Mainz beraten. Über die Festlegung
des SWR-Haushaltsplans entscheidet der Verwaltungsrat am 23. November
2007. Der Rundfunkrat entscheidet am 7. Dezember 2007 in Baden-Baden
über die Genehmigung des Hauhaltsplans 2008.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Wolfgang Utz, Tel.: 07221 /
929-2785, E-Mail: Wolfgang.Utz@swr.de

Originaltext: SWR - Südwestrundfunk
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7169
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