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Mehrheit plädiert für Bio-Förderung / Subventionierung des Ökologischen Landbaus befürwortet - Aktuelle Umfrage im Auftrag der Naturkost-Zeitschrift »eve«

Geschrieben am 02.05.2006 - [Nächster Artikel]

Gütersloh (ots) - Bio-Produkte sollten nach Meinung der
überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung auch zukünftig staatlich
gefördert werden. In einer repräsentativen Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Produkt+Markt im Auftrag der
Naturkost-Zeitschrift »eve - ernährung vitalität erleben« befürworten
92 Prozent der Konsumenten, die häufig Bio-Waren kaufen, eine
Förderung der ökologischen Landwirtschaft. Bei Konsumenten, die
selten auf Bio-Produkte zurückgreifen, sind es 59 Prozent.

Für die Befürworter einer Förderung steht die artgerechte
Tierhaltung an der Spitze der förderungswürdigen Bereiche. Für sie
sprechen sich in beiden Gruppen mehr als 80 Prozent aus. »Dieses
Votum widerspricht klar der jüngsten Entscheidung des Bundesrates,
nach der die Käfighaltung für Geflügel wieder hoffähig werden soll,«
so eve-Chefredakteur Jan R. Egel.

An zweiter und dritter Stelle der Förderungswünsche rangieren der
umweltschonende Anbau von Lebensmitteln (jeweils 60 Prozent
Zustimmung) und die Forschung im ökologischen Landbau (43 und 50
Prozent). Nur eine Minderheit (28 und 27 Prozent) spricht sich
hingegen für die staatlich unterstützte »Verbraucherinformation« über
Bio-Waren aus. In den vergangenen Jahren wurden häufig PR- und
Werbeagenturen vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit
entsprechenden Kampagnen beauftragt.

Die Ökobetriebe selbst erhielten heute im Durchschnitt weniger
Fördergelder als konventionelle Betriebe, ermittelte die Redaktion
von eve. Daher könne von einer Bevorzugung des Bio-Landbaus, wie
Agrarminister Horst Seehofer jüngst behauptet hatte, keine Rede sein.
Die Ökolandwirtschaft führe zu einem erheblichen Zuwachs an
Arbeitsplätzen und das vor allem dort, wo sie am schwersten zu halten
sind: auf dem Lande.

Die aktuelle Umfrage bestätigt auch die Entscheidung der
Agrarministerkonferenz der Länder. Diese hatten sich im März für eine
Fortsetzung der Flächenförderung für Bio-Betriebe für 2007 bis 2013
entschieden. »Jetzt sollte bei der konkreten Ausgestaltung der
Förderbedingungen die Wettbewerbsfähigkeit zu anderen EU-Staaten
gewährleistet werden«, so Egel. Nur durch eine gerechte Honorierung
der ökologischen Leistungen könne sichergestellt werden, dass die
steigende Nachfrage nach Bio-Produkten in Deutschland auch zukünftig
von hiesigen Bio-Betrieben bedient werden kann, sind die eve-Experten
überzeugt. Bio-Betriebe in Nachbarländern wie Österreich würden
bereits durch nationale Fördermaßnahmen gezielt für den Export ihrer
Bio-Produkte nach Deutschland stark gemacht. Auch den neuen
osteuropäischen Mitgliedstaaten zahle die EU für Biobetriebe
attraktive Flächenprämien. »Das ist einer der Gründe«, so Egel,
»warum wir im Discount-Bereich neuerdings viele preiswerte Bio-Waren
aus Österreich und Osteuropa finden.«

Weitere Informationen: www.eve-magazin.de, www.pundm.de
Eine druckfähige Vorlage der zugehörigen Info-Grafik zum Download
unter: www.medienfabrik.de

»eve - ernährung vitalität erleben« ist das moderne Magazin im
deutschsprachigen Naturkostfachhandel. Es ist in einer Auflage von
441.000 Heften in 3.500 Verkaufsstellen für Bio-Produkte kostenlos
erhältlich. Die Zeitschrift wird von der medienfabrik Gütersloh GmbH
herausgegeben.


Originaltext: medienfabrik Gütersloh GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=57966
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_57966.rss2

Pressekontakt:

medienfabrik Gütersloh GmbH
eve - ernährung · vitalität · erleben
Chefredaktion
Carl-Bertelsmann-Str. 33, 33311 Gütersloh
Fon: 05241-23480-88, eMail: egel@medienfabrik.de
 
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