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Die Wiederentdeckung der Stadt - urbanes Wohnen in den eigenen vier Wänden / Erkenntnisse aus dem diesjährigen KfW-Award 2007
Geschrieben am 02.11.2007 - [Nächster Artikel] |
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Frankfurt (ots) - Das Wohnen im Grünen erhält Konkurrenz - immer mehr Menschen entdecken die Innenstadt als Wohnraum wieder neu. Die KfW Förderbank hat die Einsendungen zum diesjährigen KfW-Award "Die Wiederentdeckung der Stadt - urbanes Wohnen in den eigenen vier Wänden" einer tiefer gehenden Analyse unterzogen. Jurymitglied Nicola Müller, Stadtplanerin für Immobilienberatung Stadtentwicklung, Augsburg, wertete die Einsendungen für die KfW Förderbank aus, um die einzelnen Bedürfnisse an das Wohnen in der Stadt näher zu untersuchen.
Die insgesamt 199 Wettbewerbsteilnehmer stammen zu 30 % aus den östlichen und zu 58 % aus den westlichen Bundesländern. In Berlin wurden 12 % der Projekte realisiert. Davon entfallen etwa zwei Drittel der Einsendungen auf Großstädte, 24 % auf Mittelstädte und 11 % auf Kleinstädte. 49% der Beiträge stellen Einfamilienhäuser vor, 44 % Mehrfamilienhäuser und 7 % Wohnungen.
Welche Gründe sprechen für die steigende Attraktivität der Städte? Für alle Generationen und Haushaltstypen bietet das Wohnen in Stadtlagen zahlreiche Vorteile. Die Teilnehmer nannten kurze Wege zu Freizeitaktivitäten und Arbeitsplatz, Nähe zu sozialen Kontakten und die eigene Versorgung im direkten Umfeld als Motive für das innerstädtische Wohnen. Senioren und Berufstätige schätzen dies ebenso wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Aufgrund der Vielzahl und zahlreichen möglichen Varianten der Immobilien in den Städten können die unterschiedlichsten Wohnwünsche umgesetzt werden. Gründerzeitbauten halten vor allem für Familien und Wohngemeinschaften idealen Wohnraum bereit. Ehemals gewerblich genutzte Gebäude werden in erster Linie von erlebnisorientierten Wohnungssuchenden erworben. Baulücken und Brachflächen bieten Platz für individuelle moderne Neubauten. Die Mehrheit der Projekte entspricht den Vorstellungen vom "modernen Wohnen" mit großzügigen, offenen Räumen, flexiblen Grundrissen, ausreichendem Platz für soziale Aktivitäten sowie hochwertiger Ausstattung.
Ökologische Maßnahmen sind wichtige Bestandteile zeitgemäßen Bauens. Dazu zählen ressourcenschonender Materialeinsatz, energiesparende Maßnahmen, Entsiegelung und Begrünung. Viele Bauherren nutzen regenerative Energien, doch zeigen die Einreichungen, dass der Einsatz umweltschonender Technologien mit einem hohen Kosten- und Koordinationsaufwand verbunden ist.
Die privaten Bauherren tragen mit ihren Projekten zur Stadtentwicklung bei. Mit der Sanierung und Wiedernutzung von Brachflächen und leerstehenden Gebäuden werden Stadtteile aufgewertet und Beispiele gegeben, die zum Nachahmen anregen.
Deutlich wurde auch, dass das Bauen in der Stadt mit komplexen Anforderungen und Mehrkosten verbunden ist. Vor allem besondere Projektformen wie Denkmale, Passivhäuser, die Nutzung regenerativer Energien und ökologischer Materialien stellen eine besondere finanzielle Belastung dar. Eine Möglichkeit zur Kostensenkung bieten Gemeinschaftsprojekte. 49 Wettbewerbsteilnehmer haben sich für diese Vorgehensweise entschieden.
Neben der Kostenproblematik, stoßen private Bauherren auf vielfältige Herausforderungen, so z. B. die Zusammenarbeit mit Behörden. Auch bei der Verwirklichung von Gemein-schaftsprojekten ist Geduld gefragt, denn die Abstimmung des Konzeptes, die Auswahl der Bauform und der Materialien erfordert einen hohen Zeitaufwand. Darüber hinaus ist die Stadt als Wohnstandort trotz der zahlreichen Vorteile gesellschaftlich noch nicht akzeptiert. Das gilt vor allem für Familien.
Um den Wohnstandort Stadt weiter zu beleben und diesen Trend in eine nachhaltige Entwicklung zu verwandeln, bedarf es daher neben finanziellen Anreizen vor allem organisatorischer Unterstützung durch Projektmanagement.
Der KfW-Award "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" zeichnet jährlich unter einem speziellen Schwerpunktthema Wohnobjekte von privaten Bauherren in Deutschland, die sich dem vorbildlichen Bauen verpflichtet fühlen und sich von kreativen und zukunftsweisenden Ideen oder Vorbildern haben inspirieren lassen, ohne eine praktikable und kostengünstige Umsetzung außer Acht zu lassen.
Interessierte finden die gesamte Auswertung unter http://www.presseportal.de/go2/KfWSymposium2007Auswertung.pdf
Originaltext: KfW Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/41193 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2
Für Rückfragen:
Dr. Charis Pöthig, Tel.: 069 7431-4683, E-Mail: charis.poethig@kfw.de
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Abteilung Kommunikation Tel.: 069 7431-4400, Fax: 069 7431-63266, E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de
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