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Helaba trotzt Marktturbulenzen - Betriebsergebnis nach neun Monaten im Plus

Geschrieben am 01.11.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Die Quartalszahlen liegen in der digitalen
Pressemappe zum Download vor und sind unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

- Neugeschäft wächst um knapp 20 %
- Jahresergebnis über Vorjahresniveau erwartet
- Keine Engagements im Subprime-Sektor

Der Helaba-Konzern erwirtschaftete auf Basis vorläufiger Zahlen
zum 30.9.2007 ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge/Bewertung von
329,2 Mio. Euro. Dies bedeutet für den Konzern im Vorjahresvergleich
einen Anstieg um 0,4 %. Das Betriebsergebnis nach
Risiko-vorsorge/Bewertung liegt mit 274,1 Mio. Euro um 5 Mio. Euro
bzw. 1,9 % über dem Vorjahreswert. Dr. Günther Merl, Vorsitzender des
Vorstandes, sieht das Institut auf gutem Weg: "Trotz der
Marktturbulenzen verläuft das operative Geschäft ungebrochen
dynamisch. Der Zuwachs im mittel- und langfristigen Neugeschäft
beträgt knapp 20 % und liegt damit voll im Rahmen unserer
ambitionierten Jahresplanung. Im Ergebnisausweis haben wir die
spreadbedingten Bewertungskorrekturen der Wertpapierbestände
vollständig zum Stichtag 30.09.2007 verarbeitet. Ich bin
optimistisch, dass unser Betriebsergebnis zum Jahresende das hohe
Niveau des Vorjahres übertreffen wird."

Wie bereits im Halbjahres-Finanzbericht dargestellt, bestehen im
Helaba-Konzern inner- und außerhalb der Bilanz keine Engagements, die
Bezug zum Subprime-Segment des US-Hypothekenmarktes aufweisen. Dank
einer langfristig angelegten Liquiditätsbevorratung und eines
konsequenten Risikomanagements ist die Liquidität des Helaba-Konzerns
operativ und strukturell gesichert.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich für die wesentlichen
Ertragskomponenten folgende Entwicklung: Der Zinsüberschuss als
wichtigste Ertragsquelle stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 5,6 %
auf 698,9 Mio. Euro, obwohl die höheren Liquiditätskosten seit dem
Spätsommer das Ergebnis belasteten. Der Provisionsüberschuss erhöhte
sich um 2,1 % auf 166,3 Mio. Euro.

Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften verminderte sich gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 61,5 Mio. Euro auf -7,8 Mio. Euro. Zum
Halbjahr 2007 wurden noch 48,6 Mio. Euro ausgewiesen. Die operativen
Handelsergebnisse sind weiterhin positiv. Der negative Swing ist
allein auf spread-bedingte Bewertungskorrekturen des im Handelsbuch
geführten Wertpapierbestandes zurückzuführen. Die Helaba hält im
Handelsbuch einen Wertpapierbestand in Höhe von rd. 43 Mrd. Euro.
Dieser dient im Rahmen der Liquiditätssteuerung als Collateral für
die Liquiditätsbeschaffung über Repo- und Lombardgeschäfte im
Interbankenmarkt sowie gegenüber Zentralbanken. Die
stichtagsbedingten Bewertungsbelastungen werden über eine Einengung
der Spreads, spätestens bei Fälligkeit der Wertpapiere,
wirtschaftlich wieder aufgeholt. Die Markterholung im Oktober wirkte
sich bereits positiv aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind auf 160
Mio. Euro gestiegen. Dies ist durch die Konsolidierung der Hannover
Leasing beeinflusst. Auch der Verwaltungsaufwand stieg aus dem
gleichen Grund um 10,1 % auf 787 Mio. Euro; ohne diesen Einfluss wäre
die Aufwandsentwicklung rückläufig.

Das Risiko- und Bewertungsergebnis liegt mit minus 55,1 Mio. Euro
weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position wirken
sich neben einer gesunkenen Vorsorge für Kreditrisiken das
Bewertungsergebnis aus Liquiditätswertpapieren aus. Der Helaba-Chef
betont, dass konsequent am Prinzip der Bewertung zu Marktpreisen
festgehalten wurde: "Wir haben auch keine Umwidmungen in
Anlagevermögen bzw. "held to maturity"-Positionen vorgenommen und den
gesamten stichtagsbedingten Bewertungsbedarf voll verarbeitet."
Konzernweit belaufen sich die bewertungsbedingten Belastungen über
alle Wertpapierbestände hinweg auf insgesamt 87,7 Mio Euro. Die §
340f-Reserven des Konzerns wurden weiter gestärkt.

Zum 30.9.2007 verzeichnete der Helaba-Konzern ein Geschäftsvolumen
von 251,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,8 Mrd. Euro
bzw. 4,9 % gegenüber dem Jahresende 2006. Die Bilanzsumme zeigt einen
Anstieg um 4 % auf 174,4 Mrd. Euro. Die Marktturbulenzen haben den
bestehenden Trend zum Abbau von Forderungen an Kreditinstitute weiter
verstärkt. Sie verminderten sich seit Jahresanfang um 24,5 % auf 21
Mrd. Euro. Demgegenüber stiegen - auch als Folge des sehr dynamisch
wachsenden Neugeschäfts - die Forderungen an Kunden um 6 % auf 82,5
Mrd. Euro. In der Ausweitung des Bestandes an Wertpapieren und Aktien
um 14,9 % auf 60,8 Mrd. Euro kommt zum Ausdruck, dass die Bank auf
Basis ihrer langfristig angelegten Liquiditätssteuerung aktiv
Marktchancen nutzt und insbesondere im dritten Quartal zu attraktiven
Margen die Bestände erhöht hat.

Ausblick: Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung über
Vorjahresniveau erwartet

Nach der Verdoppelung des Betriebsergebnisses in den Jahren 2004
bis 2006 kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese Entwicklung
unverändert auf das Jahr 2007 übertragen werden kann. "Sofern im
vierten Quartal keine weiteren Marktrückschläge zu verarbeiten sind,
erwarten wir für das Gesamtjahr im Konzern ein Betriebsergebnis vor
Risikovorsorge/Bewertung über Vorjahresniveau. Der Ergebnisverlauf im
Oktober stimmt uns optimistisch", so Merl.

Originaltext: Landesbank Hessen-Thüringen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55060
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55060.rss2
ISIN: DE000HLB0A20

Pressekontakt:
Presse und Kommunikation MAIN TOWER
Neue Mainzer Straße 52-58
60311 Frankfurt am Main
www.helaba.de
Tel.: +49 (0) 69 / 9132 - 2192

Wolfgang Kuß
E-mail: wolfgang.kuss@helaba.de

Ursula-Brita Krück
E-mail: ursula-brita.krueck@helaba.de
 
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