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IT-Sicherheit ist Chefsache: Deutsche Geschäftsführer unterschätzen Haftungsrisiken

Geschrieben am 01.11.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Nur ein Drittel aller deutschen Unternehmen hat
ein Risikomanagement für IT-Sicherheit eingerichtet. Und das, obwohl
deutsche Gesetze wie das Bundesdatenschutzgesetz, KonTraG,
Aktiengesetz oder HGB die Einführung eines IT-Sicherheitskonzepts
vorschreiben. Ab Juli 2008 greifen zudem EU-weit verschärfte Regeln
in Bezug auf die Dokumentation der IT- und
Telekommunikationsinfrastruktur eines Unternehmens. Zwar kommen
mittlerweile in 80 Prozent der Unternehmen IT-Sicherheitslösungen zum
Einsatz. Diese gehen allerdings nicht weit genug, um den gesetzlichen
Vorgaben zu entsprechen. Die Vorstände und Geschäftsführer dieser
Unternehmen unterschätzen dabei, dass ihnen bei Nichtbeachtung
empfindliche Bußgelder und Geldstrafen, schlimmstenfalls sogar
Gefängnis, drohen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie
"IT-Security 2007" der InformationWeek, die zusammen mit Steria
Mummert Consulting ausgewertet wurde.´

IT-Sicherheit hat in den Chefetagen der befragten Unternehmen noch
nicht den Stellenwert, der nötig ist, um die IT-Systeme so sicher zu
machen, wie es der Gesetzgeber verlangt. Auf einer Skala von eins
(geringe Priorität) bis zehn (hohe Priorität) gibt jedes dritte
befragte Unternehmen dem Thema IT-Sicherheit Werte zwischen eins und
drei. Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen werden zwar befürwortet. Geht
es jedoch um die konkrete Umsetzung der IT-Sicherheit, hat häufig das
Tagesgeschäft Vorrang oder Budgetgründe sprechen gegen eine
Dokumentation der IT-Infrastruktur und die Entwicklung eines
Sicherheitsmanagements. Die Hälfte der befragten Fach- und
Führungskräfte gibt an, dass aus Zeitmangel und aufgrund zu niedriger
Budgets IT-Sicherheitsprojekte nicht durchgeführt werden können.

Neben den persönlichen Folgen für die Geschäftsleitung nimmt auch
das Unternehmen selbst Schaden, wenn IT-Sicherheit zu stiefmütterlich
behandelt wird. Neben einem massiven Ansehensverlust schwächen Firmen
mit niedrigem IT-Sicherheitsstandard ihre Marktposition. Sie müssen
beispielsweise aufgrund der Basel II-Bestimmungen unter Umständen
Kredite teurer einkaufen oder höhere Versicherungsprämien zahlen.

In Teilfeldern haben die befragten Unternehmen die Situation
erkannt und steuern gegen. Die Organisation des E-Mail-Verkehrs
entspricht beispielsweise in 69,2 Prozent der Betriebe den jetzt
geltenden Regelungen. Hier existieren unter anderem klare
Vorschriften, wie und in welchem Umfang elektronische Post archiviert
wird. Zudem ist die Nutzung von Firmenanwendungen für private Zwecke
eindeutig geregelt. Den Mangel an Zeit und Geld überwinden viele
Firmen mit dem Auslagern von IT-Sicherheitsaufgaben an externe
Spezialisten. Die Sicherheitsbereiche rund um E-Mail, Firewall,
Einbruchsprävention und Virenschutz werden in mehr als der Hälfte der
Unternehmen komplett oder teilweise von Dienstleistungsunternehmen
betreut.

Hintergrundinformation
An der Studie "IT-Security 2007" nahmen in der Zeit von Mai bis Juli
2007 533 IT-Manager und IT-Sicherheitsverantwortliche aus Deutschland
teil. Die Befragung wurde in Form elektronischer Interviews von der
Fachzeitschrift InformationWeek durchgeführt und mit Unterstützung
von Steria Mummert Consulting ausgewertet.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50272
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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