 |
|
 |
|
LVZ: Koalitionsspitzen verständigen sich auf Eckpunkte für die Strukturreform im Gesundheitswesen / Gesundheits-Solidarfonds bis auf Weiteres alternativlos
Geschrieben am 01.05.2006 - [Nächster Artikel] |
|
|
Leipzig (ots) - Die Verhandlungsspitzen von Union und SPD für die Gesundheitsreform sind sich bei ihren Beratungen am Montag darüber einig geworden, vor der Erweiterung der finanziellen Basis des Versicherungssystems zunächst die zentralen Strukturprobleme des Gesundheitssystems zu reformieren. Zugleich gilt eine Form des Gesundheits-Solidarzuschlages, trotz aktueller öffentlicher Distanzierungen, als in der Koalition "zur Zeit weitgehend alternativlos". Dies berichtet die "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Im Zentrum bei den Strukturreformen stehen danach drei Thesen: Ausweitung des Solidarsystems auch zwischen den Kassen; Maßnahmen zur Stärkung des Kostenbewusstseins; mehr Wettbewerb im System. Mit fertigen Eckpunkten sei "frühestens kurz vor der Sommerpause zu rechnen". "Ohne Widerspruch" sei in diesem Zusammenhang zur Kenntnis genommen worden, dass zukünftig "jede Kasse jeden nehmen muss". Dies bedeute, dass die Privatkrankenkassen zukünftig einen Standardtarif anbieten müssten, der jedem den Zugang eröffnete. Der Finanzausgleich zwischen allen Kassen, auch entsprechend der verschiedenen Risikogruppen, müsste "ebenfalls von allen Kassen bedient werden". Mit kalkulierbaren Rücklagen für Risiko und Alter sollte in Zukunft auch jederzeit und für alle der Wechsel von einer zur anderen Kasse ermöglicht werden - unter Mitnahme der jeweiligen Vorsorgebeiträge. Diese Regelung soll offenbar, wegen rechtlicher Schwierigkeiten, ausschließlich für Neu-Verträge mit den Kassen gelten. Ausgehend von der übereinstimmenden Feststellung, dass "das geltende Kassen- und Finanzierungssystem absolut undurchschaubar für die Teilnehmer geworden ist", will man einerseits dafür sorgen, dass zukünftig Ärzte "mit einem kalkulierbaren Einkommen rechnen" können, dass durch ein "besonderes Anreizsystem" die hausärztliche Grundversorgung in der Fläche garantiert und durch ein neues Vertragssystem zwischen Kassen und Ärzten eine teure Doppel-Versorgung an der Schnittstelle zwischen Haus-, Fach- und Klinikärzten beseitigt werden soll. Auf rund 30 Prozent wird der Kostennachteil für die Kassen aufgrund der bisherigen Doppelversorgung veranschlagt.
Originaltext: Leipziger Volkszeitung Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6351 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6351.rss2
Rückfragen bitte an: Leipziger Volkszeitung Büro Berlin Telefon: 030/726 262 000
|
| |
 |
|
 |
| |
 |
Login |
 |
|
 |
Themen-Infos |
 |
|
 |
Artikel Bewertung |
 |
|
 |
durchschnittliche Punktzahl: 0 Stimmen: 0
|
|
 |
|